Mirupafshim Shqipëria

Camping Fridolin in Elbasan hat sich ein bisschen zum Basislager für uns entwickelt. Von hier aus kommt man schnell (also wenn man denn schnell möchte oder muss) in jede Richtung. Nachdem Alexander seine beruflichen Deutschlandausflüge hinter sich gebracht hatte, und dank Albin der Transfer zum Flughafen und zurück super geklappt hatte, waren wir an dem folgenden Sonntag noch in Tirana. Ennio hatte dringend einen Friseurtermin nötig und ja, ich könnte es auch selbst machen, bin aber davon ausgegangen, dass es dann einfach schneller geht.

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Zwei Stunden hat es letztendlich gedauert, da bin ich nur für’s runter scheren in Deutschland schnelleres gewohnt, aber ok. Frisch gewaschen, er kann wieder aus den Augen schauen und ich nenne ihn jetzt Pudel-Nudel 😄 Nein im Ernst, die junge Frau hat sich sehr viel Mühe gegeben und ist sehr sensibel mit ihm umgegangen.

In Tirana selbst war es mir persönlich zu hektisch, zu viele Menschen, zu viel Großstadt. Da wir jetzt auch nicht die typischen „ich muss das noch sehen, und das muss ich mir auch anschauen“ Menschen sind, haben wir dort auch nichts weiter gemacht, als Essen zu holen (lecker Sushi) und Albin’s Laptop reparieren zu lassen. Wo wir schon mal dort waren, konnten wir es gleich für ihn mit erledigen, was auch erfolgreich geklappt hat und er überglücklich jetzt wieder ein funktionierendes und schnelleres Gerät hat 😁👍 Naja Alexander hatte sich mit dem Ding ganz schön rumgeärgert, aber letztlich ist es ja gut geworden 😉

Am nächsten Tag sind wir dann bei leicht bewölktem Himmel in die Nähe von Spille ans Meer gefahren, um hier ein paar Tag zu verbringen. Das Wetter war zu der Zeit ein wenig durchwachsen, aber so Nordseekinder wie wir, haben damit auch wenig Probleme und die Temperaturen waren trotzdem angenehm.

Wir haben dort auch gleich ein sehr gutes Restaurant gefunden, mit sehr nettem Betreiber und Personal. Normalerweise betreiben sie in der Saison auch einen kleinen Stellplatz, der aber gerade in der Renovierung war. Wir durften aber gerne auf dem großen Parkplatz vor dem Restaurant stehen und übernachten.

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Im Sommer reiht sich hier eine Beachbar an der nächsten, jetzt in der Nebensaison haben wir auch diesen Strand und die Promenade fast für uns allein. Über den Winter hat sich wieder viel Müll angesammelt, aber man sieht bereits erste Vorbereitungen, um den Strand zu reinigen.

Das Essen war hervorragend! Und nein, das haben wir nicht alles an einem Abend gegessen, sondern das sind Ausschnitte von verschiedenen Abendessen 😅😉 Tatsächlich haben wir in Albanien in der ganzen Zeit sehr sehr wenig Fleisch gegessen, sondern viel Fisch und andere Meerestiere 🦐🦀🦑🐙

Wir würden gern irgendwann im Herbst einmal hierher zurück kommen, um die Wärme des Strandes, den Duft der Pinienbäume und den Flair einer anderen Jahreszeit zu spüren – ab Oktober ist es hier wieder wesentlich ruhiger und trotzdem noch gutes Wetter, wir werden es im Hinterkopf behalten 😉

Nach ein paar Tagen Spille machten wir uns dann noch auf dem Weg zu einem eher abgelegenen Strand, der im Sommer gern von einheimischen Touristen genutzt wird. Die Straße dort hin war etwas abenteuerlich, da Fraenki ab und an durch die Schlaglöcher ins schaukeln geriet, aber auch nicht besonders dramatisch. Dafür war der Strand und der Ausblick wirklich toll! Und auch hier, außer zwei, drei Männern, die offensichtlich schon viel Arbeit geleistet hatten, um den Strand und das Drumherum aufzuräumen und schön zu gestalten, war niemand hier – Plazhi i Gjeneralit.

Hier verbrachten wir ein paar schöne Tage. Zum Spazierengehen konnte man auch hoch auf den Berg und durch verschlungene Wege fand man kleine einsame Buchten. Überall fing es an zu blühen, der Frühling zeigte sich bereits von seiner besten Seite.

Nach unserem achttägigen Ausflug ans Meer kehrten wir zurück – na wer hat’s erraten? Richtig, nach Elbasan 🙈😄 Aber es gab diesmal auch noch einen feierlichen Grund, denn am 14. März ist in Albanien „Dita e Verës“ – der „Sommertag“ ein landesweiter Feiertag, welcher seinen Ursprung um Elbasan hat. Es ist ein Freudensfest und viele – sehr viele Menschen kommen zusammen, um dieses Volksfest auf den Straßen zu begehen. Umso schöner, dass wir herrliches Wetter dafür hatten.

Eigentlich war der Plan, nach dem Sommerfest noch ein wenig durch Albanien zu reisen und Anfang April nach Elbasan zurück zu kehren, da Alexander noch einmal nach Deutschland fliegen musste. Dies zerschlug sich allerdings in den folgenden Tagen und so entschlossen wir uns sehr spontan, nach Griechenland abzureisen. Wir wollten hier zwei Tage bleiben und dann nach Bulgarien weiterfahren.

Tja, was soll ich sagen… seht selbst…

Wer kann denn schon hier widerstehen, einfach ein paar Tage länger zu verweilen. Das Wetter ist toll, der Strand ist toll, die Hunde sind glücklich – besser geht nicht 💙😍🩵

Ein paar Tage bleiben wir noch in Griechenland und dann werden wir ein neues Land erkunden – Bulgarien. Wir sind sehr gespannt! Ich bin aber auch ein bisschen wehmütig, Albanien hat es mir doch ganz schön angetan. Die Menschen sind so wunderbar herzlich, man trifft überall auf ein Lächeln, immer winkt irgendwer einem zu, egal ob man zu Fuß oder mit dem WoMo unterwegs ist, überall wird einem Hilfe angeboten, wenn man denkt man kommt in engen Straßen nicht weiter, sie sind stolz auf ihr Land und freuen sich riesig, wenn man versucht ein paar wenige Worte albanisch zu sprechen. Natürlich gibt es arme Menschen, natürlich gibt es unschöne Ecken, mit Müll oder etwas heruntergekommen – aber die Herzlichkeit, egal ob arm oder reich, bleibt. Ich hoffe, sie erhalten sie noch lange, ihre naturreiche Schönheit des Landes mit ihrem ganz eigenen Charme.

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